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Menstruationskappe

Ich verstehe natürlich, wenn dieses Thema nicht unbedingt etwas für jeden Leser/jede Leserin etwas ist – sei einfach beim nächsten Post wieder da, wenn dir dieses Thema total unangenehm ist. :) Meine Einstellung über die Periode  so offen zu sprechen hat sich erst in den letzten Jahren so verändert. Vorher wurde mir eher vermittelt, dass es etwas peinliches ist und darüber blos nicht gesprochen wird. Natürlich kam diese Veränderung bei mir durch das Lipödem, denn auch die Hormonveränderung in dieser Zeit hatten sich bei mir auf die betroffenen Stellen durch mehr Empfindlichkeit ausgewirkt. Daher find ich es so wichtig, darüber offen zu reden. Die Menstruation ist ein natürlicher Vorgang, da muss der Körper einfach unterstützt werden.

Jetzt zum Ende meiner Schwangerschaft habe ich mir eine Menstruationskappe bei erdbeerWoche bestellt. Aber was ist das überhaupt? Eine Menstruationskappe ist ein kleiner Kelch aus medizinischem Silikon, der das Blut auffängt und als Ersatz für Tampons und Binden genommen werden kann. Sie ist allerdings kein Einmalprodukt, sondern kann bei guter Pflege mehrere Jahre verwendet werden. Als ich am Anfang über diese Kappe, oder auch Menstasse genannt, erfahren habe, war meine erste Reaktion „Igitt, wie eklig“! Was der Bauer nicht kennt, ne? Die Kappe kann aber abgekocht oder (mit richtigen Pflegeprodukten) sterilisiert werden, das Material soll dies ohne Probleme mit machen.

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Ich war mit den Tampons irgendwie nicht mehr so zufrieden und fühlte mich damit unwohl, daher nutzte ich meine Schwangerschaft um mich mit der Kappe dann doch genauer zu beschäftigen. Ich fand folgende Vorteile:

  • Enthält keine Chemikalien
  • Langlebig, also weniger Müll
  • Umweltfreundlicher
  • Kostengünstiger
  • Benutzerfreundlich
  • Einige Frauen berichteten sogar darüber, dass ihre Menstruationsbeschwerden schwächer geworden sind
  • wird 2 – 4 Mal am Tag geleert, weniger Hektik
  • aus medizinischem Silikon, daher muss sie nicht so oft gewechselt werden (Tampons sollten nach max. 5 Stunden wegen der Infektionsgefahr ausgetauscht werden)
  • durch ein natürlich entstehendes Vakuum kann kein Blut austreten, sodass die Kappe auch beim Sport getragen werden kann

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Neben der Kappe habe ich mir also direkt auch die passende Reinigungsseife und Reinigungstücher (für unterwegs – sicher ist sicher) zum sterilisieren bestellt.  Als die Sachen dann an kamen war ich positiv überrascht. Irgendwie hab ich mir das Ding echt viel größer vorgestellt.

Aber bevor ich anfange, die Menskappe zu testen, hier nochmal die genauen Sachen worauf ich achten möchte:

  • Verändern sich meine Menstruationsbeschwerden?
  • Hat das sogar Auswirkungen auf mein Lipödem? (Positiv oder negativ)
  • Ist die Kappe auch mit Kompressionswäsche benutzerfreundlich? Ich will mir schließlich die Versorgung nicht versauen.
  • Ist die Kappe im Alltag als Mama verwendbar?
  • Fühlt es sich für mich sauber an?
  • Tritt auch wirklich nichts beim Sport aus?

Ich habe beschlossen, der Kappe 3 Zyklen eine Chance zu gebe. Ich bin gespannt, wie ich damit klar komme. Also irgendwann nachdem das Wochenbett vorbei ist und sich mein Zyklus auch wieder „beruhigt“ hat. ;)

Wie sieht es bei dir aus? Hast du dich mit der Menstruationskappe bereits beschäftigt? Oder bleibst du lieber bei den Tampons/Binden?

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9 Kommentare zu „Menstruationskappe

  1. Hallo 🙂
    Ich benutze seit etwa 2 Jahren die MeLuna und bin super zufrieden.
    Etwas anlauf hab ich gebraucht und den Tip ein Gleitgel zum einführen zu verwenden seitdem sitzt sie bombig und ich will nix anderes mehr.
    Das Lip/Lymphödem hat sich nicht verändert aber ich hatte weniger Schmerzen (Endometriose) und ich roch nichtmehr. Ja, es ist eine ziemlich geruchlose Sache, im Gegensatz zu Tampons die immer irgendwie müffeln.
    Dicht sind sie wenn man den Dreh raus hat. Mit der Kompression ist das gar kein Problem.
    Also von mir auf jeden Fall: Daumen hoch, wenn du Tips brauchst kann ich ja versuchen dir zu helfen 🙂

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    1. Hallo meine Liebe,
      oh das geruchslose ist ja mega interessant. Ich find das auch immer so unangenehm. Das mit dem Gleitgel merk ich mir und falls ich fragen habe, komme ich gerne auf dich zu. :)

      Danke dir! ♥
      Ich hoffe es geht dir gut :)

      Lieben Gruß
      Sylvia

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      1. Hallo Sylvia.
        Es geht mir Grade nicht so gut. Hilft ja aber nix.
        Ja also ganz geruchlos ist es nicht. Man riecht halt nach Blut aber nicht dieser eklige Müff wie bei Tampons 😛
        Erzähl dann mal wie du es fandest 🙂

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  2. Hey! Oh, da bin ich gespannt, was du berichtest!
    Ich bin vor etwa einem Jahr auf die Menstasse (RubyCup) umgestiegen, weil ich ganz plötzlich keinen Bock mehr auf Binden hatte. Mit Tampons bin ich nie zurecht gekommen. Ich war sofort überzeugt, auch wenn es irgendwie immer noch nicht DIE Tasse ist. Nun bin ich ja aktuell auch schwanger und wnen dann irgendwann in nem Jahr mein Zyklus wieder am Start ist, werde ich mich wohl nochmal beraten lassen.
    Apropos: Hast du die auf gut Glück bestellt oder hast du dich beraten lassen? Letzteres ist immer zu empfehlen, weil es so viele unterschiedliche Tassen gibt und ja logischerweise auch jede Frau anders ist.
    Liebe Grüße!

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    1. Ich habe mich bei erdbeerWoche beraten lassen. Man kann sich da ja wirklich super einlesen. :)
      Ich bin aufjedenfall gespannt, wie ich damit klar komme. Sollte das nicht die richtige sein werd ich aber einfach nochmal nachfragen.

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      1. Achso, ok! Ich hab mich nur gewundert, weil es ein bisschen komisch ist, sich in der Schwangerschaft eine zu kaufen. Schließlich können Beckenboden, Muttermundsstand und Co hinterher ganz anders sein. Ich drücke dir die Daumen, dass du die Richtige hast und damit zurecht kommst!

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  3. Ich nutze auch seit bald zwei Jahren eine Tasse und wünsche mir, so was hätte es schon vor zwei Jahrzehnten oder so gegeben! Angefangen habe ich mit MeLuna, die mich auch schon überzeugt hat, das weiterzumachen. Inzwischen bin ich auf RubyCup umgestiegen, ich empfinde das Material als etwas weicher, etwas besser handhab-bar. Wie in den obigen Kommentaren: Jede Frau ist anders, da passt dann unterschiedliches.
    Meine Erfahrung: Es ist so viel praktischer und sicherer. Meine Periode ist schneller vorbei (yay! 3-4 Tage statt wie früher 5-7). Ich habe weniger Beschwerden. (Ich hatte nie so ganz schlimme Beschwerden, aber ein-zwei Buscopan habe ich schon pro Regel gebraucht. Brauch ich jetzt nur noch ganz selten.)
    Ein bis drei Monate braucht man bestimmt, bis man sich komplett dran gewöhnt hat und Routine hat. Aber es lohnt sich sehr. Den Umweltschutzaspekt (weniger Binden- und Tampon-Müll) finde ich auch gut, und z.B. RubyCup spendet pro gekaufte Tasse eine Mens-Tasse (jetzt gerade Aktionsmonat Mai, sogar zwei) in arme Weltgegenden, wo der Mangel an Sanitätsprodukten oft dazu führt, dass Mädchen während der Periode nicht aus dem Haus gehen und z.B. die Schule verpassen…

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    1. Oh wow! Also ich bin jetzt erstmal bei meiner Lunette hängen geblieben und bin schon ganz gespannt. Die Aspekte die du genannt hast, haben mich auch so überzeugt. Und wenn man dann an die ganzen Chemikalien denkt, die dadrin sind und die dann irgendwie in meinem Körper landen… nein, nein… die Tasse ist eine gute Wahl.
      Ich bin gespannt wie ich dann damit klar komme. Und wenn die 1-3 Monate ein guter Zeitraum sind, freut mich das. :)
      Aber das mit der RubyCup klingt ja super. ♥ Das wusste ich auch noch gar nicht.

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