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Kompressionswäsche – Die Pflege

Heute möchte ich etwas mehr auf die Kompressionswäsche eingehen. Wie ich ja schon öfter gesagt habe, habe ich eine Caprihose + Strümpfe mit geschlossener Strümpfe. Insgesamt habe ich 3 Versorgungen bisher.

Guck, guck!
Meine erste Kompressionswäsche ist nun über 1 Jahr alt, nun hat diese tatsächlich ihr erstes Loch. Es ist am dicken Zeh, also wäre die Kompression nicht unterbrochen, aber ich werde diese nur noch für den bevorstehenden Umbau anziehen.

Jeder Hersteller legt die Kompressionswäsche für ungefähr 6 Monate aus. Man hat also jedes halbe Jahr anrecht auf eine neue Versorgung. Sollte man allerdings den Umfang enorm verringern (oder im schlimmstenfall vergrößern), bekommt man ebenfalls eine neue. Die Kompressionswäsche sollte immer gut sitzen, sonst hat sie den Effekt nicht.
Dadurch das sie jeden Tag getragen wird, muss sie natürlich jeden Tag gewaschen werden. Daher ist es so wichtig, eine Wechselversorung aus hygienischen Gründen zu haben. Der Kompressionsstoff darf nicht in den Trockner, nicht auf die Heizung oder in die Sonne gelegt werden. Es klingt alles sehr kompliziert, aber wenn man etwas Übung hat, ist es viel leicher.

Wenn du den Strumpf wäschst, verwende keinen Weichspüler und achte darauf ob dein Waschpulver Weichmacher hat, denn die beiden Sachen sind überhaupt nicht gut für die Kompressionswäsche. Das macht dies nämlich kaputt. Wenn du dir absolut unsicher bist, frag in einem Sanitätshaus nach Waschmittel für die Strümpfe.
Dieses Waschmittel nutze ich wenn ich die Strümpfe per Hand wasche. Manchmal muss das halt einfach auch mal sein. Wenn man auf Reisen ist und keine Möglichkeit hat, eine Waschmaschine zu nutzen unter anderem. Die Temperatur sollte handwarm sein. Jetzt nur nicht die Kompressionswäsche plitschnass aufhängen, dann ist sie den nächsten Tag leider immer noch nicht trocken (und es ist auch nicht gut für den Stoff)! Um sie handtrocken zu bekommen, ist jetzt etwas Kraft angesagt. Ich rufe für sowas immer gerne meinen Freund dazu. Zu zweit ist es wirklich einfacher.
Erst drück ich sie so weit wie möglich über dem Waschbecken aus – aber es ist noch nicht trocken genug. Leg die nassen Strümpfe gut auseinander geknittert auf ein trockenes Handtuch (auf dem Boden – ist leichter). Dann roll diese ins Handtuch ein und nun heißt es weiter auswringen. Versuch es soweit es geht und für dich auch möglich ist!
Aber ich finde, die Handwäsche ersetzt keine Waschmaschine – das mach ich wirklich nur dann, wenn ich keine andere Möglichkeit habe. Ich nutze mittlerweile für meine restliche Wäsche auch kein Weichspüler mehr oder Waschpulver mit Weichmacher. Da ich auch viel Feinwäsche die auch nur bei 30°C gewaschen werden darf, hab ich hier auch die Möglichkeit die Kompression da mit in die Maschine zu werfen. Wenn nicht: Naja, dann läuft sie halt nur für die Versorgung!

 

Wenn man die Versorgung regelmäßig trägt, bleibt es nicht aus, dass sich diese Flusen am Gesäss gerne bilden. Klar, man schwitzt und da reibt Stoff auf Stoff. Aber es hat mich echt wahnsinnig gemacht. Und ja, ich hab da manchmal echt Stunden verbracht um diese Dinger weg zuzupfen.

Das nervt natürlich.
Also hab ich überlegt, wie krieg ich die weg? Natürlich, es sieht kein anderer. Aber ich find das einfach nicht schön. Also hab ich die erste Versorgung als Versuchskaninchen genommen. Ich habe Einwegrasierer genommen und damit vorsichtig über diese Stellen gestrichen. Und sieh selbst:

Es funktioniert! Wuhu! Okay, okay, es ist nicht ganz so wie neu – aber immerhin! Ich habe bisher keinen Qualitätsverlust an den Stellen bemerkt (Die Naht sollte defintiv ausgespart werden!!). Wenn du dies machst, dann bitte nur auf eigene Verantwortung! Ich habe es noch nie woanders gelesen und hab dies ausprobiert, als ich 2 weitere Versorgungen zur Verfügung hatte.
 Hast du noch Tipps oder Erfahrungen mit der Kompressionswäsche?
Dieser Post entstand noch auf der alten Plattform, weshalb die Wasserzeichen noch die Alten sein könnten.
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4 Kommentare zu „Kompressionswäsche – Die Pflege

  1. Ich kriege ja jetzt bald meine erste Versorgung und bin gespannt, wie ich das so hinkriege – An- und Ausziehen, Wäsche (erst mal noch ohne Wechselversorgung, bis klar ist, ob die erste gut sitzt), den ganzen Kladderadatsch… Weil ich nicht täglich eine ganze Maschine laufen lassen kann (auch alle zwei Tage eigentlich nicht, ich wasche meist einmal pro Woche), habe ich schon überlegt, ob es sinnvoll, die Sachen mit der Hand auszuwaschen, einmal ausspülen, und dann für eine Runde ins Programm 1xspülen und schleudern in die Maschine… ist nur die Frage, ob das dann wirklich so viel weniger Energie/Wasser verbraucht, als ’ne Kurzwäsche laufen zu lassen. Naja, mal sehen!
    Jedenfalls schön und interessant, auf Deinem Blog von den Lipödem-Erfahrungen etc. zu lesen! Danke!

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo liebe annesch,
    kleiner Tipp bei deiner Erstversorgung: mach dir keinen Streß. Wenn du da länger beim anziehen brauchst ist das völlig normal. Und der Stoff ist nicht so zimperlich wie man meint. Aber daran gewöhnst du dich schnell.
    Solltest du das Gefühl haben das deine Kompressionsversorgung nicht richtig sitzt, scheu dich nicht davor wieder zum Sanitätshaus zu gehen. Du hast ein Anrecht auf eine gut sitzende Versorgung, nur so kann dir die Kompression helfen!

    Ich muss sagen, dass ich die Versorgung wirklich mittlerweile lieber in die Maschine schmeiße. Mit der Handwäsche habe ich nicht das Gefühl meine Versorgung so wirklich sauber zu bekommen. Problem allerdings auch bei der Maschinenwäsche: Du kannst sie nicht höher waschen als 30 Grad. Ob die Bakterien dadurch auch absterben? Ich weiß nicht so recht.
    Jedenfalls möchte ich die Tage mit dem Experiment Kompressionsversorgung einfrieren beginnen. Da man ja auch so die Bakterien gut abtöten kann. :) Ich berichte hier bald drüber.

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